(Deutsch) Schaden am Antennenrotor Create RC5-3 (Teil 1)

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Alugittermast mit DLP11-Antenne bei DK0TUI 

Im Klub bei DK0TUI haben wir eine DLP-11 Antenne auf einem Alugittermast, welche von einem Create RC5-3 Rotor gedreht wird. Der Rotor befindet sich im Mast und wird durch ein Oberlager entlastet. Vor einigen Wochen haben wir festgestellt, dass sich mehrere Positionen erst sehr hakelig, dann gar nicht mehr überdrehen lassen und zudem die Richtungsanzeige der Antenne nicht mehr stimmt.

Schadensbild

Geöffneter Rotor mit dem Schaden 


Eine erste Analyse ergab, dass sich die Antenne per Hand gut drehen lässt, wenn sie vom Rotor gelöst ist. Der Rotor hingegen macht auch ohne Antenne seltsame Geräusche. Also haben wir die Backen zusammengekniffen und den Rotor ausgebaut, was ohne die Antenne mit Kran oder Hebebühne zu entfernen schon nicht soo einfach ist.

Nach Öffnen des Rotors war die Sache klar: An einem großen Zahnrad aus Aluminiumguss fehlten zwei Zähne. Die Zähne lagen im Gehäuse.

Der Rotor war jedenfalls schon einige Jahre auf dem Mast. Abgesehen vom beschädigten Zahnrad sieht er innen noch wie neu aus. Super. Wann der Bruch eingetreten ist, kann man nicht so genau sagen, da die Station nicht so häufig benutzt wird und einige Nutzer das Drehgerät auch kaum benutzen bzw. nicht so aufmerksam sind. Ich gehe in erster Näherung davon aus, dass der Schaden bei einem der Herbst- oder Winterstürme eingetreten ist.

Abschätzung der normalen Rotorbelastung

Hier muss man einfügen, dass der Create RC5-3 trotz seines vergleichsweise stolzen Preises von ca. 760,- EUR nur für UKW-Antennen und kleine KW-Beams spezifiziert ist. Die DLP-11 ist nicht wirklich klein, hat aber durch den Drahtaufbau vergleichsweise wenig Windlast. Leider kann man die technischen Daten eines Rotors und einer Antenne nur begrenzt abgleichen. Der Rotor hat ein maximales Bremsmoment von 785 Nm, die Antenne eine Windlast von 300 N bei 120km/h. Nur wie verteilt sich die Windlast auf das Drehmoment? Und fällt die DLP-11 hier nun unter die Kategorie Minibeam oder ist sie definitiv zu groß für den Rotor?

Also versuchen wir uns mal in einer Abschätzung des maximal auftretenden Drehmoments. Die Windlast selbst sagt hier recht wenig, man muss abschätzen, wie die Windlast zu einem Drehmoment führen kann. Das ist der Fall, wenn die Antenne dem Wind die maximale unsymetrische Angriffsfläche bietet (sofern der Wind nicht durch Gebäude o.ä. sehr ungleichmäßig wird). Der DLP-11 ist drachenförmig und deshalb unsymetrisch gegenüber dem Drehpunkt. Die maximale unsymmetrische Angriffsfläche dürfte daher bestehen, wenn die Antenne quer zum Wind steht. Hier haben wir es dann mit zwei Schenkeln zu tun, einen kurzen, ca. 2m langen und einen längeren von ungefähr 4m. Überschlagsmäßig verteilen sich dann die 330N zu 110N auf den kurzen und zu 220N auf den langen Schenkel. Wenn man davon ausgeht, dass die Windlast gleichmäßig verteilt ist (in Realität ist sie sicher im Zentrum größer als am Rand, also für uns günstiger verteilt, aber wir schätzen hier ja den Worst-Case Fall), führt das dann zu einem Drehmoment von 55Nm auf der kurzen und 440Nm auf der langen Seite. Zusammen also zu ca. 400Nm bei den angegebenen 120 km/h. Selbst bei einer Windböe von 180km/h wäre also das maximale Bremsmoment noch nicht überschritten. Im Winter kann sich allerdings die Windlast durch eine Vereisung der Antenne beträchtlich erhöhen. Allerdings ist die Antenne weder sehr hoch noch an einem windmäßig exponiertem Platz aufgebaut. Ich fahre jeden Tag daran vorbei und habe jedenfalls bisher noch keinen extensiven Eisbelag ausmachen können. Dennoch hat man hier eine große Unsicherheit.

Kurz, der Rotor ist zwar nicht mega überdimensioniert, aber man ist mit der Antennenanlage doch irgendwie in der Spezifikation. Deshalb verdient die Analyse des Schadens etwas Aufmerksamkeit.

Schadensursache

Um dieses Artikel nicht unermesslich groß zu machen, habe ich die Bruchanalyse in einem extra Artikel ausgelagert. Deshalb hier nur kurz: Einen Bruch wegen bereits vorher vorhandenem produktionsbedingtem Materialschaden kann man eigentlich ausschließen. Eindeutige Anzeichen für einen Schwingungsbruch (Bruch durch dauerhaften Lastwechsel und Ermüdung des Materials) habe ich auch nicht gefunden. Am ehsten ist wahrscheinlich, dass die Zähne durch mindestens jeweils einen starken Stoß angebrochen und dann duch weitere Stöße ganz abgefallen sind.

Das wahrscheinlichste Szenario ist also doch Bruch bei einem starken Wintersturm gewesen. Wie oben erwähnt, muss eigentlich zum böigen Sturm noch ein durch Eis- oder Schneebesatz vergrößerter Windwiderstand bestanden haben.

Hier ist weiterhin eine kontruktive Besonderheit des Create-Rotors erwähnenswert: Der Rotor hat ein Schneckengetriebe, das selbsthemmend ist. Durch das Drehmoment an der Antenne kann das Getriebe nicht verdreht werden. Was eigentlich eine ganz angenehme Eigenschaft ist, ist anscheinend für die Bruchsicherheit insofern kontraproduktiv, als das der Rotor bei starken Stößen nicht nachgeben kann. Er steht eben wirklich rattelfest, statt sich etwas zu verdrehen und damit zum einen die Spitzenenergie eines Stoßes abzufangen und zum anderen sich etwas aus dem Wind zu drehen und damit nachfolgenden Windböen etwas die Angriffsfläche zu nehmen. Die Energie muss irgendwohin und wenn das Getriebe blockiert, muss das Getriebe die ganze Energie aufnehmen. Aus diesem Gesichtspunkt muss ein Schneckengetriebe also deutlich stabiler aufgebaut sein als ein “gebremstes”.

Fazit

  • Der Schaden war nicht Material, sondern wetterbedingt und es ist nicht auszuschließen, dass nach Reparatur der Schaden irgendwann wieder eintritt. Eine saubere Lösung wäre der Austausch des Rotors durch das stärkere Modell RC5-3A mit Stahlzahnrädern (ca. 1150,- EUR) oder durch eine andere Konstruktion ohne Schneckentrieb (z.B. Yaesu G-650 oder G-1000, letzterer ca. 550,- EUR). Aus Kostengründen wird aber wohl zunächst eine Klemmung der Antennenanlage bei starken Herbststürmen und im Winter (Eislast) erfolgen.
  • Der RC5-3 ist ein schönes Teil. Trotz dass er einige Jahre auf dem Mast verbracht hat, sieht er innen wie außen nahezu wie neu aus. Die Reparatur hat alles in allem ca. 100,- EUR gekostet (Ersatzteil, Stecker zum Auspropieren, Versand). Das Ersatzteil war bei UKW-Berichte (IMHO übrigends eine super Firma) problemlos und sehr schnell lieferbar.
  • Offensichtlich verschätzt man sich bei der Windlasterhöhung im Winter leicht mal. 😉

    Nochmal explizit: Der Bruch war keine Schuld von Create sondern durch das Unterschätzen des notwendigen Bremsmoments bedingt.

  • Die selbsthemmende Getriebekonstruktion ist auf den ersten Blick zwar recht Schick, aber erfordert eine höhere Bruchsicherheit der Getriebebauteile, was sich zwangsläufig in der Preis/Antennengröße-Relation niederschlägt. Nebenbei ist die Beschränkung auf 360° und die am Steuergerät nicht nachjustierbare Ausrichtung der Antenne nicht wirklich komfortabel. Ich persönlich finde andere Rotoren daher attraktiver.

Im nächsten Artikel analysiere ich den Bruch genauer und schaue etwas ins Getriebe.

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WordPress: Nextgen-Gallery single pictures with captions

For sets of pictures I like the NextGen-Plugin (nextgen-gallery). It allows very easy gallery views of pictures and – what is also important – the internal media library of WordPress in enhanced by the thematic storing of the pictures.

In practice this means I often use pics from galleries also as single pictures in articles. Nextgen-Gallery has a [ singlepic ] feature, but unfourtunately it doesn’t show captions. That’s realy sucks.

A web search shows me the principle how it canbe solved but I didn’t found a ready to use solution that looks OK. So I write my own and provide it to a free usage.

My solution: Use the singlepic-caption.php from the download below and add your image as follows to the article (remove the spaces befor and after the square brackets:

[ singlepic id=2 w=320 h=240 float=none template=caption ]

The template=caption statement lets use the singlepic-caption.php instead of singlepic.php

In my template the text from the title-field is used as caption. In the fullscreen view the normally longer text from the description field is used.

For a besser separation from the normal text the caption is one step smaller than the normal text and set in italic. I also add an additional vertical space to separate the image better.

It looks like this:

Jahreswechsel 2010/2011: Der Winter schlägt richtig zu 

I haven’t translated the german caption in this example, so that the link to the image from the input mask get not lost. The caption means: “The Winter 2010/2011 was unusual heavy”. And the long version in the full screen: “Because of the snow the streets have been made to one way streets, but for all that we don’t know where to bring the whole snow.”

The template can be downloaded here:

Download

It must be extracted and copied to /wordpress/wp-content/plugins/nextgen-gallery/view/ . And these must be done also after every update of nextgen-gallery because the update deletes the whole directory.

Update January 2014

NextGen-Versions from 2.x is no longer compatible to this (and many other) add-on. If you want to use the singlepic-caption template and/or if you don’t want to edit all your past posts, please use the NextCellent gallery instead.

Update December 2014, Version 1.1

Adapted to the newest version of NextCellent-Gallery
Solved a problem with getimagesize and disabled “allow_url_fopen” option in the php.ini

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(Deutsch) Grenzlandwanderung

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Heute habe ich mal ein ganz anderes Thema. Ich pflege zuweilen eine “merkwürdige Art des Tourismus”, die statt auf konventionelle Sehenswürdigkeiten auf historisch – auch in sehr jüngster Vergangenheit – bedeutsame Orte abzielt.

Ich bin im deutsch-deutschen Grenzland aufgewachsen. Mein Heimatort lag unmittelbar vor dem Grenzstreifen und man durfte den Ort nicht nach Süden und Südosten hin verlassen. Nicht weit hinter der Ortsgrenze standen die gelben Sperrschilder und Nichtbeachtung führte schon mit recht hoher Wahrscheinlichkeit zu irgendwelchem Ärger. Nun, der Mensch gewöhnt sich an alles und so war das für mich als Kind Normalität und eigentlich nicht so sehr belastend. (Wann haben sie beispielsweise das letzte Mal die Wälder oder die Wiesen südlich ihres Wohnortes betreten? ). Beim Fall der Grenze war ich schon längst studieren und kaum noch zu Hause. So kam es, dass ich bestimmte Gegenden um mein Heimatdorf herum überhaupt nicht kenne, obwohl die Gegend wirklich wunderschön ist.

Pfingsten war es also nun soweit und ein Teil des terra incognita wollte 20 Jahre nach Fall der Grenze von mir erwandert werden. Genauer geht es hier um die Gegend südlich von Effelder (Gemeinde Effelder-Rauenstein im Schaumberger Land, auf Google Maps)

Effelder von Osten mit ICE-Brücke im Hintergrund 

Hier ging es los. Das Bild zeigt den Blick auf Effelder von Osten aus, ca, 200m nach den ehemaligen Sperrschildern. Im Hintergrund sieht man die neue ICE-Brücke bei Grümpen, von den Einheimischen auch Soda-Brücke genannt, weil sie einfach nur so da steht. (von der Anbindung nach links und rechts war lange nichts zu sehen und man wusste nicht, ob irgendwann der Bau der Bahnstrecke weiter geht)

Mit der Strecke will ich hier niemandem langweilen, aber sehr empfehlenswert finde ich den Grenzwanderweg, auf dem wir irgendwann einschwenkten. Der Grenzwanderweg geht entlang des ehemaligen Kolonnenwegs, genauer entlang des grenzseitigen Wegs. Der Kolonnenweg ist ein mit Rasengittersteinen befestigter Weg, auf dem die Grenztruppen den Grenzstreifen befahren haben. Da der Grenzstreifen zwischen hundert und oft zwei Kilometer breit war, gab es meist zwei dieser Kolonnenwege, einen grenzseitigen und einen innenlandseitigen. Zu DDR-Zeiten war der Grenzstreifen natürlich so möglich frei von Bewuchs. Jetzt, 20 Jahre später, ist der Wald schon ordentlich groß. Zur Wanderers Freud sind aber die Kolonnenwege frei gehalten worden.

Ehemaliger Kolonnenweg an der Innenseite der Grenze 

Ehemaliger Kolonnenweg direkt neben der Grenzlinie (Grenzwanderweg) 

Ein touristisches Highlight in diesem Grenzabschnitt ist zweifelsfrei der Generalsblick. Das ist eine etwas ausgebaute Aussichtsstelle, an der Politprominenz (von DDR-Persönlichkeiten bis zu diversen Sowjet- und anderen ausländischen Generälen) die DDR-Grenze gezeigt wurde. Man hat hier auch einen guten Blick in den “Westen”, also nach Neustadt/Cbg. Der Name entstammt übrigens dem Soldatenjargon und wurde erst nach der Wende offiziell übernommen. Leider ist der Ausblick heute nicht mehr generalsmäßig, da die Blick inzwischen von Bäumen weitgehend zugewachsen ist. Hier vergibt man sich touristisch extrem viel, aber zum Tourismusangebot noch später.

Der Grenzwanderweg westwärts führt durch steile Hänge und tiefe Schluchten. Sehr impossante und schöne Gegend!! Früher hat man auf der Disko immer die Mähr erzählt, dass man im Winter auf Skiern einfach so über die Grenze fahren kann, wenn man die zugewehten Senken kennen würde. Na, jetzt weiß ich, wo das war 🙂

Reste der Grenzanlage 

In diesem Bild sieht man noch einen Rest der Grenzanlage. Im Allgemeinen ist aber außer den Kolonnenwegen und der durchweg jüngeren Vegetation kaum noch was zu bemerken. Der Unrat vor dem Zaunsständer ist übrigends ein umgefallener Jägerhochstand. Die Hochstände gibt es entlang des Weges jetzt in Unmengen.

Das ist der "berühmte" Krumme Stein, uralte Grenzmarkierung 

Ein weiterer kleiner touristisch sehenswerter Punkt ist der Krumme Stein an der Verbindungsstraße zwischen Effelder und Meilschnitz, die der Grenzlandweg hier schneidet. Der Krumme Stein war schon seit Ewigkeiten (Urkundlich erwähnt seit 1378, irgend eine Grenze ging wohl hier schon immer lang 😉 ) eine Grenzmarkierung und im Dorf auch in den Jahrzehnten der Grenze (als die nachwachsende Generation diese Stelle nicht mehr kennen konnte) noch ein fester Begriff. Von Meilschnitzer Seite her endete hier vor der Wende der damals bestehende Wanderweg.

Blick vom Krummen Stein Richtung Generalsblick 

Vom Krummen Stein aus hat man einen sehr schönen Ausblick Richtung Generalsblick. Anhand der Baumspur erkennt man den Verlauf der Grenze (also des Grenzwanderwegs). Die sehr steilen Berge hier haben die Grenzbauer sicher vor gewissen Anforderungen gestellt 😉

Bei der Wanderung ist mir aufgefallen, dass sehr viele Radwege ausgeschildert sind. Auch der mit Rasengittersteinen sehr löchrig befestigte ehemalige Kolonnenweg, der heutige Grenzwanderweg. Ich fahr selbst gern und oft Rad und würde wirklich keinen dieser Wege länger fahren wollen. Es muss ja nicht alles asphaltiert sein und manchmal zwischendurch schieben ist auch OK, aber irgendwie muss der Weg prinzipiell befahrbar sein, ohne dass man sich höllisch konzentrieren muss. Und wenn man eine Route plant geht man auch davon aus, dass man auf einem ausgewiesenem Radweg auch einigermassen voran kommt. Was man sich hier gedacht wohl hat? Irgendwie komm ich mit dem Tourismuskonzept wohl nicht so ganz klar. BTW. vom bayrischen Anschlußgebiet sind GPS-Wanderkarten zu bekommen, von der Region Effelder-Schalkau gelang mir das nicht. Passt auch irgendwie ins Bild.

Zum Abschluß aber noch ein Bild vom Süden gen Effelder und ein kleines geologisches Schmankerl.

Hügelreihe nahezu gleich großer Berge 

Die Bergkette nördlicherseits liegt auf der sogenannten Schalkauer Platte und besteht aus mehreren nahezu identisch großen Bergen (orange Linie im Bild). Zudem liegt Effelder auf einer Trennlinie, im Süden Bundsandstein, im Norden kalkhaltige Erde. So gibt es nördlich und südlich vom Dorf auch eine ganz unterschiedliche Flora.

Was will ich aber eigentlich mit diesem Artikel sagen:

  • Das Schaumberger Land, also die Gegend um Effelder-Rauenstein und Schalkau, zwischen dem Coburger Land und dem Thüringer Wald ist sehr reizvoll und auf jeden Fall einen Besuch Wert. Der Grenzwanderweg ist eigentlich ein Muss.
  • Um die touristischen Highlights muss man sich etwas kümmern, aber da schlummern echte Perlen (zumindest, wenn man meinen Hang zu historisch ausgefallenen Stellen teilt). Es gibt da natürlich noch viel mehr, als ich hier angerissen habe.
  • Das Tourismuskonzept finde ich auf den ersten Blick, vorsichtig ausgedrückt, etwas eigenartig und wohl etwas von Geldmangel geprägt. Auf jeden Fall wäre noch sehr viel herauszuholen. Aber das ist natürlich ein ganz subjektiver Eindruck eines flüchtigen Besuches.
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(Deutsch) Wie ging es weiter mit dem K-5 Frontfocusproblem?

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In diesem Artikel habe ich eine Schwäche meiner Pentax K-5 DSLR beschrieben: Unter Kunstlichtbedingungen stellt bei einigen schlecht vorhersagbaren (aber dann reproduzierbaren) Bedingungen das Spiegelreflex-Autofocus-System auf einem Punkt vor dem eigentlichen Zielobjekt scharf, was dann zwangsläufig zu unscharfen Bildern führt (Kunstlicht Front-Focus). Mit der Firmware 1.02 war dieser Fehler noch sehr ausgeprägt und einfach reproduzierbar. Seit der Firmware 1.03 ist er offiziell (lt. Pentax Hotline) behoben. Nicht jedoch bei mir und, wenn man den Stimmen im Forum glauben darf, bei einer recht hohen Zahl anderer Nutzer. Es gibt sogar Forumuser, die behaupten, drei !! K-5 bestellt und wegen dieses Frontfocus-Problems wieder zurückgeschickt zu haben. Andere sagen sogar, derzeit sei die K-5 aufgrund dieses Fehlerrisikos noch unkaufbar.

Mein Problem ist also kein Einzelfall, kein einzelner Kameradefekt. Es stellte sich aber immer wieder die Frage, ob dies ein Konstruktionsfehler (hmmm, immerhin ist das Focusmodul identisch mit der Pentax 645D, einer 10.000 EUR Profi-Kamera), aufgrund zu große Toleranzen auftritt oder etwa ein behebbarer Defekt ist. Im Forum ist davon aber eigentlich keiner ausgegangen.

Ich habe mich mit dem Problem schließlich an den Pentax-Support gewandt, das Problem detailiert geschildert und mit Test- und “Real-Life”-Fotos belegt. Nach einigem hin und her kam die Antwort, dass mein Fehler zur Entwicklungsabteilung durchgestellt worden sei und einige Tage später die Antwort (lt. Service von der Entwicklungsabteilung), dass ich die Kamera zum Service einschicken solle.

Im April hatte ich noch einige wichtige “Fototermine”, so habe ich die Kamera Anfang Mai zum Service an die März GmbH, Hamburg, geschickt. Ende Mai habe ich sie mit der Bemerkung “Autofocussystem justiert” wieder bekommen.

Was soll ich sagen, alle meine vorhergehenden Testbedingungen liefern jetzt einen schellen und (einigermaßen) sitzenden Focus. Einigermaßen deshalb, weil der Liveview unter schlechten Lichtbedingungen zwar wesentlich langsamer ist, aber doch zumindest einen Tick kontraststärkere Bilder produziert. Aber das sind Nuancen, deren Ursache nicht unbedingt im Focussystem liegen muss.

Ich habe seit der Reparatur unter den verschiedensten Kunstlichtbedingungen fotografiert, teilweise so düster, dass sporadisch das Focushilfslicht angesprungen ist. Bisher habe ich noch nicht wieder Focusprobleme festgestellt.

Ich gehe also davon aus, dass der Fehler vom Service behoben werden konnte. Auch wenn ich noch nicht wirklich ganz sicher bin: Wesentlich besser ist es jedenfalls.

Zur Illustration hier zwei Fotos meines “Teststandes”, erst den Phasenfocus, dann zum Vergleich ein Bild mit Liveview:

Phasen-AF

LiveView-Focus

Fassen wir also zusammen:

  • Wir haben es nicht mit einem einzelnen individuellen Fehler zu tun, sondern folgt man den Forendiskussionen mit einem Serienfehler bei einer nicht zu vernachlässigenden Zahl Kameras.
  • Dieser FF-Bug, der auch noch mit der Firmware 1.03 auftritt, kann durch den Service behoben werden. So profan das hier klingt, dies ist für K-5-Liebhaber eine sehr wichtige Erkenntnis.
  • Es besteht also eine ganz reelle Chance, eine fehlerfreie K-5 und damit eine der derzeit besten (IMHO ganz klar die beste) Semi-Pro DSLR kaufen zu können.

Pentax macht super Kameras, aber die Qualität ist IMHO unterirdisch. Mit Qualität mein ich hier nicht die Wertigkeit oder Anfälligkeit der Kameras – die ist toll – sondern die Häufigkeit von Produktionsfehlern. Neben diesem Problem gab es ja das Sensorflecken-Problem (“Perlenketten”) und viele Nutzer berichten über fehljustierte Wasserwaagen. Bei der Entwicklung solch hochtechnischer Produkte gibt es immer mal Probleme, die vor der Auslieferung nicht bekannt sind. Ich bin selbst Ingenieur und habe da vollstes Verständnis. Aber hier klappt es offensichtlich mit der Qualität in der Produktion nicht und die Qualitätskontrolle ist sicher sehr mangelhaft. Das ist eines japanischen Produktes eigentlich nicht würdig (Pentax ist ein japanisches Unternehmen, dass die K-5 aber in Vietnam produzieren lässt).

Trotzdem kann man eine Pentax aus meiner Sicht mit gutem Gewissen kaufen. Man kauft solide wertige Produkte, die technisch den Stand definieren, der Service und vor allem der Support ist ganz gut und wenn man einen (der offensichtlich nicht seltenen) Fehler feststellt, wird dieser anstandslos behoben (ich hab das auch mit einem Objektiv schon durch). Dennoch muss Pentax an der Qualitätssicherung dringend weiter arbeiten. Wenn sich dann das Objektivprogramm noch weiter erweitern würde, wäre Pentax echt ein Geheimtipp gegenüber den Canon/Nikon Platzhirschen.

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(Deutsch) Koaxialkabeldämpfung berechnen

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Eines Tages fragte mich mein Funkfreund Danilo, DF4ZN, ob ich nicht eine Idee hätte, die Kabeldämpfung in seiner Antennenanlage möglichst genau zu berechnen. Er wollte seine Selbsterklärung für die Bundes-Netz-Agentur (BNA) erstellen – Funkamateure müssen sich damit nun mal rumplagen – und hatte für einige Kabel nur wenige Dämpfungswerte für unpassende Frequenzen zur Verfügung.

Dickes Koaxkabel wie es bei Mobilfunk-Basisstationen verwendet wird.

(Wer dieses ca. 4cm (!!) dicke Kabel verwendet, muss sich um die Dämpfung wohl weniger Gedanken machen 😉 )

Die erste Idee war, die Frequenz-Dämpfungs-Werte in Excel (bzw. als MS-Office-Vermeider in OpenOfice Calc) einzugeben und die Funktion zur Berechnung bei den benötigten Frequenzen interpolieren zu lassen. Soweit so gut, so leidlich funktioniert das. Aber die interpolierte Funktion trifft die Realität nur recht schlecht und mir lies das keine Ruhe. Das muss doch besser gehen.

Nach einer ganzen Weile Nachdenken und ein wenig Programmieren ist hier also nun ein Tool, dass die Aufgabe bestmöglich löst:

  • Anhand der bekannten Frequenz-Dämpfungs-Paare wird eine physikalisch sinnvolle Interpolationsfunktion für das jeweilige Kabel ermittelt.
  • Mit der Interpolationsfunktion kann für beliebige Frequenzen und Längen die Dämpfung errechnet werden

Das Ganze ist recht einfach und schnell, so dass man neben der eigentlichen Anwendung zur Erstellung der rechnerischen Selbsterklärung für eine Amateurfunkstation das Tool auch sehr gut verwenden kann, um mal zu sehen, mit welchem Kabel ich in meiner geplanten Konfiguration welche Verluste habe. Lohnt sich ein teueres Kabel? Über welche Verluste reden wir überhaupt? usw..

Die Anleitung und der Downloadlink befindet sich bei den Projekten. Ich wünsche allen viel Spass damit.

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