Auf meinen Projekt-Seiten ist etwas neues aufgetaucht: Ein Programm zum Extrahieren von Daten aus verschiedenen Datenquellen mit dem Ziel, eine Rufzeichen-Standort Datenbank aufzubauen.
Nun, für den Nicht-Funkamateur will ich hier wenigstens etwas erklären, was das eigentlich soll.
Contest in Barigau, Na gut, Tastfunk ist in UKW-Contesten nicht so typisch
Im März liegt auch manchmal noch Schnee, die beiden drehbaren Antennen sind hier gut zu sehen
Man braucht also eine kleine Datenbank, die zu einem Rufzeichen die bekannten üblichen Standorte weiß. Das ist normalerweise die Aufgabe des Contestprogramms, mit dem ich meine Verbindungen logge. Bisher habe ich ein Programm namens Wincontest verwendet, dessen Autor sich mit seiner Locator-Datenbank recht viel Mühe gibt. Allerdings hat das Programm eine Reihe anderer Schwächen (schweigen wir hier) so dass ich lieber mein übliches Programm für die Kurzwellenconteste verwenden würde (das heißt nach dem Rufzeichen des Programmierers: N1MM). Das wiederum hat keine Locator-Datenbank. Übel. Thomas DL5MO hat für dieses Programm aber den Import dieser Infos möglich gemacht (ist Open source, da geht sowas). Also fehlt noch eine gute Datenbasis.
Hier beginnt meine Arbeit. Es gibt verschiedene Datenquellen: die Datenbanken anderer Contestprogramme (leider nicht von WinContest, die ist verschlüsselt), natürlich die eigenen Logs mit den Infos aus früheren Contesten, Logs anderer Stationen, die zuweilen im Internet veröffentlicht werden und schließlich Ergebnislisten der Conteste. Ich habe also ein Konvertierungsprogramm geschrieben, dass solche Infos einliest (d.h. möglichst viele Importformate kennt) und geeignete Exportformate, z.B. für das N1MM-Programm ausgibt. Und dabei berücksichtigt es auch noch, dass in einem Log Fehler vorkommen und deshalb Informationen immer durch eine andere Quelle bestätigt werden müssen.
Hier sieht man eine wesentliche Eigenschaft der Amateurfunk-Wettkämpfe: Man sieht immer irgendwelches technisches Verbesserungspotential und zwischen den Wettkämpfen wird gebastelt und eben auch programmiert, damit es beim nächsten mal etwas besser klappt. Und weil wir trotz aller Konkurrenz im Wettkampf eine Community sind und dem Open-Source und Open-Knowledge-Gedanken verbunden sind, behalten wir nicht alles für uns, sondern teilen das Geschaffene. Deshalb stelle ich mein Konvertierungsprogramm und den Teil meiner Datenbank, den ich zum Teil rech mühevoll aus dem Internet zusammen kopiert habe, für alle zur Verfügung.