St. Antonin, Penne und Bruniquel

Sonntags soll in St. Antonin-Noble-Val ein großer Markt statt finden. Das Wetter war nicht so toll und so dachten wir, es ist Zeit für eine größere Tour in nördlicher Richtung.

Appropos Wetter. In den letzten Tagen ist es schrittweise immer wärmer geworden, bis die Tages- ein grenzwertiges und die Nachttemperaturen ein unangenehm schwüles Niveau erreicht haben. Samstag kam Wind auf und wir hatten einen Wetterumschwung. Es wird wieder kühl (20°) und regnet zwischendurch mal. Nächste Woche soll aber das Spiel mit dem wärmer Werden wieder schnell beginnen.

Wir waren also dann in St. Antonin, parkten etwas wild und stürzten uns in den wirklich recht weitläufigen Markt. Der Regen ließ nicht auf sich warten und so war das Marktgeschehen dann wenigstens mit nur 10% der Besucher aushaltbar aufgelockert. Ich smalltalkte etwas mit einer Marktfrau übers Wetter (meine französischen Brocken kommen etwas flüssiger…, Ragna war Kleid kaufen) und sagte so, wenigstens die Landwirtschaft hat was vom Regen. Daraufhin wurde ich zugetextet, dass jetzt die Pilze wachsen, man die suchen könne und in der Gegend schmackhafte Pilzrezepte angesagt seien. Das Sonntagsgericht auf dem Zeltplatz hat dem ja dann auch irgendwie recht gegeben.

St. Antonin ist aber auch ohne Markt wieder so ein schickes Mittelalterstädtchen, das einen Besuch lohnt.

die Burgruine in Penne

die Burgruine in Penne 

Weiter ging es dann nach Penne, einer Burg auf einem steilen einzelstehenden Felsen. Das Ding sieht schon stark aus. Man kann da hoch laufen und in der Burg laufen Wiederaufbauarbeiten. Touristisch wirksam haben die Bauleute alte Trachten an. Sieht deutlich nach Schneewittchen und ihre sieben Zwerge (Zitat von Ragna) aus. Die bauen wirklich wie früher, mit Hammer und Meißel und Holzmischwanne. Nix Strom und so. Vielleicht war das auch nur die Sonntagsschicht, wer weiß. Ich denke mal, irgendwann wollen die ja auch fertig werden.

Letzte Station dieses Tages war Bruniquel, dass eine (früher wegen Erbschaft zweigeteilte) Burg hat. Wie alles hier aus dem 13. Jh. und über die Jahre mal was weggerissen (Krieg verloren) oder hinzugebaut.

In Bruniquel erhielten wir das erste Mal einen deutschen Hinweiszettel zur Burgbegehung. Die Gegend ist zwar touristisch echt wertvoll, aber nicht überlaufen und sonst total auf französisches Inlandspublikum ausgelegt. Maximal findet man gelegentlich eine englische oder spanische Kurzfassung. Aber andererseits fahren hier auch kaum deutsche herum. Man findet viele Niederländer und einige Engländer und Spanier.

Die Sonntagstour war jedenfalls recht lang und eindrucksvoll. Nachfolgend die Bilder, zuerst St. Antonine, dann Penne mit der Burgruine und zuletzt Bruniquel

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Ein Kommentar zu St. Antonin, Penne und Bruniquel

  1. Ellerbach sagt:

    Hallo Ihr Urlauber,

    wieder ein sehr schöner Bericht und wunderbare Bilder. Diese Märkte in Frankreich sind immer toll. Obst, Gemüse, Honig, Backwaren und viele schöne Dinge, die man alle am liebsten kaufen würde.
    Das Gerüst der Bauarbeiter ist ja auch bemerkenswert und ginge in Deutschland sicher nicht durch den TÜV.

    Schönen erholsamen Urlaub noch!

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