{"id":1146,"date":"2014-10-30T21:46:51","date_gmt":"2014-10-30T20:46:51","guid":{"rendered":"http:\/\/schueler.ws\/?p=1146"},"modified":"2014-10-30T21:56:27","modified_gmt":"2014-10-30T20:56:27","slug":"ceuta","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schueler.ws\/en\/ceuta\/","title":{"rendered":"(Deutsch) Ceuta"},"content":{"rendered":"<p class=\"qtranxs-available-languages-message qtranxs-available-languages-message-en\">Sorry, this entry is only available in <a href=\"https:\/\/schueler.ws\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1146\" class=\"qtranxs-available-language-link qtranxs-available-language-link-de\" title=\"Deutsch\">Deutsch<\/a>.<\/p><p>Ceuta ist eine spanische Enklave an der afrikanischen Mittelmeerk\u00fcste in etwa gegen\u00fcber von hier. Bei den Funkern z\u00e4hlt es als eigenst\u00e4ndiges Land (weil anderer Kontinent und auch weit genug weg vom Mutterland) und ich habe es schon \u00f6fters gefunkt. Da es klein ist und nicht so viele Funker da leben z\u00e4hlt es schon zu den etwas besonderen Gebieten. Wie auch immer, deswegen wollte ich Ceuta mal besuchen.<\/p>\n<p>Es gehen t\u00e4glich mehrere F\u00e4hren von Algeciras aus dahin, die \u00dcberfahrt ist f\u00fcr 2 Personen ohne Auto mit 135,- vergleichsweise teuer. Der F\u00e4hrhafen von Algeciras ist etwas schwierig, nicht so besondrs gut ausgeschildert und es lungert allerhand Pack herum, dass einem mit spanischem Wortschwall in ein besonders teures Parkhaus oder zu einem der zahlreichen privaten Ticketverk\u00e4ufer lotsen will. Wir waren durch Internetrecherche gewarnt und das war wirklich gut so. Das Parkhaus wollte trotzdem 18 Euro f\u00fcr den Tag, da haben wir keine preiswerte Alternative gefunden.<\/p>\n<p>Die \u00dcberfahrt dauert netto ca. 75 Minuten, mit Warten und Boarding werden das schnell \u00fcber 2h.<\/p>\n<p>Angekommen in Afrika war es ein St\u00fcck k\u00e4lter (und windiger) als hier an der Costa del sol und wir zogen erstmal in den n\u00e4chsten Laden, einen Unterziehpullover kaufen. Soviel zu Afrika. \ud83d\ude09  Um auf der \u00dcberfahrt an Deck zu sein, ist eine windfeste Jacke und eine dicke M\u00fctze sehr empfehlenswert. (Auch die gab&#8217;s im Declathon, so dass der R\u00fcckfahrt an Deck nichts im Wege stand).<\/p>\n<p>Ceuta selbst erschien uns als sehr h\u00fcgelige und verkehrsm\u00e4\u00dfig gesch\u00e4ftige Stadt. Es gibt einige sch\u00f6ne Stellen, aber wir haben die touristisch wertvollen Dinge irgendwie nicht gefunden bzw. zeit- und entfernungsm\u00e4\u00dfig nicht gesucht, z.B. waren wir nicht auf der am Berg sichtbaren Burg. Die Orientierung in der Stadt ist nicht einfach, wir haben keine Touristeninformation gefunden; Busse fahren viele, aber nirgendwo gibt es einen Linienplan. \u00dcberhaupt scheint Ceuta zumindest in der Nachsaison touristisch nicht gerade erschlossen. Ach ja, wir haben auch keine Stelle gefunden, wo man Postkarten h\u00e4tte kaufen k\u00f6nnen. Es gibt zwar an jeder Ecke Zeitungskioske, aber irgendwie scheint die Zeit der papiernen Postkarten vorbei.<\/p>\n<p>Wir waren aber nicht in Ceuta wegen der Sehensw\u00fcrdigkeiten, sondern wegen meinen besonderen touristischen Interessen \ud83d\ude09 So fragten wir uns zu einer Bushaltestelle durch (radebrechend, spanisch erratend) und bestiegen den Bus zur &#8220;Frontera&#8221;, der Grenze bzw. dem Grenz\u00fcbergang. Die Grenze in Ceuta ist das Bollwerk, das die afrikanischen Fl\u00fcchtlinge von Europa abhalten soll und ich wollte das mal sehen. Die Busfahrt war schon eine Show f\u00fcr sich. Abgesehen davon, dass ich zwei Antennenanlagen meiner Funkerkollegen ersp\u00e4ht habe \ud83d\ude42 f\u00e4hrt man ja sozusagen mitten durch das spanisch-afrikanische Leben. Im allgemeinen Stra\u00dfenbild sind die Kopftuchtr\u00e4gerinnen so ca. zu 50% (der Frauen) pr\u00e4sent. Zur Grenze hin nimmt das im Bus nahezu 90% an.<\/p>\n<p>Der Bus fuhr wirklich bis direkt an den Grenz\u00fcbegang und wendete dort. Dort ausgestiegen erwartete uns wirklich schon ein f\u00fcr uns sehr arabisch gepr\u00e4gtes Treiben. Es war voll. Viele Autos, sehr viele (arabische) Menschen und massig irgendwelche Menschentrauben, die Ballen mit Textilen zum r\u00fcbertragen \u00fcber die Grenze aufteilen. Das war wirklich f\u00fcr uns unbedarfte Mitteleurop\u00e4er ein durch und durch exotischer Anblick. Die Grenze selbst konnte ich zwar nur aus der Entfernung sehen (dort zugebaut, alles andere w\u00e4re zu weit zum Laufen gewesen), aber die Szenerie am Grenz\u00fcbergang war die Reise wert.<\/p>\n<p>Von 13:00 bis 17:00 Uhr ist Siesta, da haben nicht nur 80% der L\u00e4den zu (auch sch\u00f6n f\u00fcr den Tagestouristen), anscheinend stellen da auch die Grenzbeamten und Z\u00f6llner die Arbeit ein. W\u00e4hrend wir das Treiben am Grenz\u00fcbergang studierten, bildete sich ein endloser Autostau der auch schon die n\u00e4chsten drei Busse unserer R\u00fcckfahrtlinie einschloss. Es ging da nix mehr. Ein freundlicher Herr aus dem exotisch aussehenden Mitwartenden-Heer textete uns leidenschaftlich auf spanisch voll. Jedenfalls verstanden wir soviel, dass wir zu Fu\u00df Richtung Stadt gehen sollen, hier w\u00fcrde sich nichts mehr drehen. Nochmal Danke an den unbekannten Herrn, denn wirklich, die folgenden Stadtbusse drehten alle vor dem Stau und wir mussten nur 1km bis zur n\u00e4chsten Haltestelle laufen und waren dann flux wieder mit dem Bus im Zentrum.<\/p>\n<p>Zusammenfassend ist Ceuta jetzt nicht das touristische Highlight. F\u00fcr mich hat sich Ceuta dennoch sehr gelohnt: Das arabische Treiben war die Sache wert und an der gut bewachten EU-Grenze muss man doch auch irgendwie mal gewesen sein \ud83d\ude09<\/p>\n<p>ngg_shortcode_0_placeholder<br \/>\n<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sorry, this entry is only available in Deutsch.Ceuta ist eine spanische Enklave an der afrikanischen Mittelmeerk\u00fcste in etwa gegen\u00fcber von hier. 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