Küstenradweg und andere franz. Befindlichkeiten

Das tolle Kulturprogramm war ja für diesen Urlaub nicht geplant. Auf dem Medoc ist da auch nicht viel zu holen, Bordeaux ist 1.5h entfernt und die Zivilisation im Norden benötigt hin und zurück jeweils eine ca. 35,- teure und zudem zeitraubende Fährfahrt. Das wussten wir aber und so war Sonne, Strand und Radeln auf dem Programm.

Hier führt gleich der sehr gut ausgebaute französische Atlantikküstenradweg vorbei. Davon gehen regelmäßig Abstecher ins Inland ab. Der Weg ist schon ein Erlebnis, es geht sehr lange eben und gerade aus. Er ist zumindest hier durchweg geteert und gut in Schuss. Lediglich in den größeren Badeorten muss er an den öffentlichen Stränden und Strandpromenaden vorbei führen und da ist er meist auf die Straße gelegt und wegen der vielen Leute und Parkplatz suchenden Autos weniger nett.

Küstenradweg

Küstenradweg 

Es ist hier aber alles etwas weiter und dünner besiedelt. Man verschätzt sich so leichter in den Entfernungen, und ja, es ist weit weit weniger abwechslungsreich als radeln in Thüringen.

Wir sind den Küstenradweg so auch schon nach Norden bis zur Girondemündung und einige km nach Süden abgefahren. Der Nachbarort im Norden heißt Soulac-sur-mer und ist ein richtiger stark frequentierter Badeort. Das ist ehrlich nicht so mein Ding, aber irgendwo müssen die vielen Franzosen auch Urlaub machen 😉 . Im Süden liegt Montalivet – auch gut besucht, aber bei weitem nicht so schlimm wie Soulac – wo in der Saison jeden Tag ein riesen großer Markt ist. Ich hab da „den Helmut gemacht“ (;-) sorry jetzt) und meine Foto-Speicherkarte im Notebook vergessen. In meinem Rucksack trage ich immer eine Ersatzkarte mit mir rum, aber der lag gleich neben dem Notebook… Also, keine Bilder vom riesen Markt. Und so groß so ein französischer Markt auch ist, ein Elektronikhändler, der auch eine Speicherkarte vertickt, gibt es da natürlich nicht.

Unterwegs muss man ab und an doch mal was essen und in Soulac dachten wir, ja, ein Döner wäre mal was würdiges. Das heißt hier „Kebab“, wird in der Pfanne gebraten, in ein längliches Baguett-ähnliches Brötchen mit McDonnalds-Burger-Konsistenz gelegt und mit einem einsamen Salatblatt und einer (!) Tomatenscheibe garniert. Das Fleisch schmeckt genau wie bei einem heimischen Döner, der Rest ist dann doch arg anders… Aber OK, dafür wird zur Entschädigung als Soße wahlweise auch Ketchup oder BBQ-Soße angeboten.

"Kebab" nach franrösische Art 

Was dieses Jahr in Frankreich auffällig war: Es gibt sehr viel mehr Radarfallen. Alle sind durch ein Schild mehr oder weniger angekündigt, aber oft ist da ein stationärer Blitzer von einem zweiten mobilen begleitet. Das hat schon was. Übrigends, die Blitzer.de App fürs Handy kennt fast (!) alle, auch die mobilen. Irgendwie ist das Wettrüsten hier im Gange… In den letzten Jahren war uns das nicht so extrem aufgefallen.

Weil wir nur faul am Strand rumliegen, gibt es jetzt und in der Gallerie am Schluß noch ein paar Strandimpressionen.

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